Dienstag 13.11.2018 - 16:38 Uhr

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Horst Werner Dieter Mahler (* 23. Januar 1936 in Haynau, Niederschlesien) ist ein deutscher Publizist, politischer Aktivist, Neonazi und ehemaliger Linksextremist und Rechtsanwalt. Er wurde mehrmals wegen Volksverhetzung, Terrorismus und Raubes verurteilt.

Horst Mahler wuchs in einer nationalsozialistisch gesinnten Familie auf.

Zu Beginn seines Studiums in Berlin 1953/1954 war Mahler Mitglied der schlagenden Studentenverbindung Landsmannschaft Thuringia. Später war er Angehöriger des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS), Mitbegründer des Sozialistischen Anwaltskollektivs, und Anwalt vieler studentischer Aktivisten, darunter auch spätere Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF). Anschließend wurde Mahler Mitgründer der RAF. Er wurde 1980 festgenommen und zu 14 Jahren Haft verurteilt. 1975 lehnte er in der Tagesschau die Freilassung im Kontext der Entführung Peter Lorenz durch die Bewegung 2. Juni ab. Die ihm von seinem damaligen Anwalt Otto Schily ins Gefängnis gebrachte Gesamtausgabe Hegels bezeichnete Mahler später immer wieder als wichtige Weichenstellung. Dort kam er durch die Kommission zur Erforschung der geistigen Ursachen des Terrorismus in Kontakt mit dem nationalkonservativen Sozialphilosophen Günter Rohrmoser. 1987 erreichte sein Anwalt, der ehemalige Juso-Vorsitzende und spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder seine Wiederzulassung als Anwalt.

Durch seine am 1. Dezember 1997 gehaltene Laudatio auf dem 70. Geburtstag Günter Rohrmosers, seine anschließenden Interviews und Artikel in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“, seinen Auftritt zusammen mit Bernd Rabehl und Peter Furth bei den „Bogenhausener Gesprächen“ der Burschenschaft Danubia München begann Mahlers Weg in immer rechtere Kreise. Er wurde Mitglied der Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) und vertrat die Partei unter anderem im Verbotsverfahren. Nach dem Scheitern des Verfahrens trat er aus der NPD aus.
 
Des Weiteren wurde er einer der Köpfe des Deutschen Kollegs. Am 14. Dezember 2003 veröffentlichte Mahler die Verkündigung der Reichsbürgerbewegun. Wegen verschiedener Delikte, darunter verfassungswidrige Betätigung, Holocaustleugnung, Mord- und Gewaltandrohungen, antisemitische und neonazistische Äußerungen, wurde er zu weiteren Geld- und Freiheitsstrafen verurteilt. Ein vorläufiges Berufsverbot von 2004 wurde im Jahr 2009 mit dem Entzug seiner anwaltlichen Zulassung hinfällig, da keine Berufsausübung ohne Zulassung möglich ist.
 
 
 
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